St. Maximin auf Reisen - Berichte
Auslandsjahr in Uganda


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Kolpingsfamilie Wülfrath in Fulda 2014

Das Highlight für unsere KF war in diesem Jahr die Reise vom 14.-16. August von elf Kolpingschwestern und -brüder nach Fulda, der Stadt, wo im Sommer 2013 die Welturaufführung des großartigen Musicals "Kolpings Traum" stattfand. Auch dieses Mal war die Resonanz überwältigend und die Vorstellungen waren alle ausverkauft.



Uns hat vor allem das große Interresse und die Begeisterung sehr vieler junger Menschen beeindruckt und gefreut.
Zum Besuchsprogramm gehörte noch eine Führung durch die Altstadt von Fulda.

 
Heilige am Jakobsweg

Im Frühjahr des Jahres 2011 bin ich von Köln aufgebrochen, um in neunzig Wandertagen Santiago de Compostela im spanischen Galizien zu erreichen. Der Weg führte über zweitausendsiebenhundert Kilometer von Köln über Trier, Metz, Dijon, Cluny, bis Le Puy, von dort über die „Via Podiensis“ über Conques, Cahors, Moissac bis St.Jean-Pied-de-Port am Fuß der Pyrenäen, in Spanien über Pamplona, Burgos, Leon, Astorga nach Santiago de Compostela. Der Weg führte nicht nur durch vielgestaltige Landschaften und durch alte Städte, er ist eine Aneinanderreihung von Domen, Kirchen, Reliquien und Grabesstätten von Heiligen. Er war der bedeutendste Pilgerweg der Christenheit; er stellte zeitweise die Pilgerschaft ins Heilige Land und nach Rom in den Schatten.

Der wichtigste Heilige ist selbstverständlich der Apostel Jakobus, ihm galt und gilt die gesamte Pilgerwanderung bis zu seinem Grab am mittelalterlichen Ende der Welt. Jakobus war wohl mit seinem Bruder Johannes ein recht temperamentvoller Geselle; die beiden wurden die Donnersöhne genannt. Der historische Jakobus wurde unter Herodes Agrippa um das Jahr 43 nach Christus enthauptet. Er hat der Legende nach recht erfolglos versucht, Spanien zu missionieren. Die Muttergottes erschien auf einer Säule, um den deprimierten Jakobus zu motivieren – die berühmte Maria Pilar von Saragossa. Jakobus wurde zum Schutzpatron Spaniens; aus einem ausschließlich Pilgerheiligen wurde der Begleiter im Kampf gegen die Mauren, er wurde der Heilige der Reconquista. In der Darstellung des Heiligen wurde aus einem gütigen, bärtigen Apostel mit Rauschebart, Pilgerstab und Muschel ein „Matamoros“, ein Maurentöter, der hoch zu Ross die Mauren mit dem Pferde niederstreckte.

Durch die Kraft Christi erhob sich der blutige Leichnam, nahm das abgeschlagene Haupt in beide Hände und ging in Begleitung lobsingender Engel die tausend Schritte bis zum Berg, den Eliphius sich zur Grabstätte erwählt hatte. Dort setzte er sich auf einen weißen Stein, der sich selbst zur Ruhestätte des Heiligen öffnete und aushöhlte. Neben diesem Orte wurde der heilige Eliphius begraben und über dem Grabe eine Gnadenkirche gebaut.

In dem Ort sah ich vor dem Einschlafen zum ersten Mal seit meinem Aufbruch von Köln Nachrichten im Fernsehen. William und Kate hatten in London mit großem Pomp in Anwesenheit des gesamten europäischen Hochadels geheiratet. Irgendwie ließ mich dies völlig unberührt – dennoch wünschte ich Käthchen und Willi alles Gute. Unter dem Eindruck des Kephalophorengrabes wünschte ich, sie mögen glücklich werden und niemals den Kopf verlieren, seien auch lobsingende Engel in der Nähe.

Irgendwie ähnelten sich die Viten der drei heiligen Frauen, deren Gräber meine Pilgerreise streifte. Jugendliche und jungfräulich: die heilige Ursula in Köln, die heilige Fides in Conques und die heilige Quitteria, der sich in Aire-sur-Adour begegnen sollte. Alle drei waren sie aus gutem Hause, alle drei starben jung für ihren Glauben. Die Vermischung von Herz, Schmerz und Adel und Unschuld, dazu eine durch nichts zu erschütternde Überzeugung, dies muss für die Menschen von unwiderstehlicher Faszination gewesen sein. Viel hat sich daran, so scheint mir, bis heute nicht geändert.

Ich muss gestehen, ich hatte noch nie zuvor von einer heiligen Quitteria gehört. Dabei verdient sie es, in eine Reihe der beiden anderen heiligen Frauen gestellt zu werden. Quitteria wurde enthauptet und trug der Legende nach wie der heilige Elyphius in Saint-Élophe den abgeschlagenen Kopf an die Stelle ihres Grabes, dorthin, wo sich heute die Krypta in ihrer Grabeskirche befindet.
Der geschichtliche Kern der Legende ist sehr viel spannender. Aire wurde von den Kelten gegründet. Es wurde unter Alarich II. einer der bedeutendsten Orte des Westgotenreiches. Alarich verkündete hier im Jahre 506 die Le Visigothorum; ich bin ihr auf dem Camino Francés in Spanien nochmals begegnet. Die Westgoten waren mehrheitlich Arianer, insbesondere die Führungseliten. Quitteria, eine westgotische Prinzessin aus der Nähe von Toulouse, bekannte sich zum katholischen Glauben, zur Dreifaltigkeit und zur Gottessohnschaft Christi und wurde deshalb im Jahre 476 hingerichtet. Die Auseinandersetzung mit dem Arianismus war ein wichtiger Aspekt des Pilgerweges und seiner Heiligen. Nicht alle waren Märtyrer, sehr viele waren Bischöfe oder Theologen, die sich als „Trinitarier“ für die Dreifaltigkeit und die Gottessohnschaft Christi einsetzten. Darunter war am Anfang meiner Reise unser Pfarrpatron, der heilige Maximin von Trier oder der heilige Isidor von Sevilla, dessen Grabeskirche in León in Kastilien eine der bedeutendsten Pilgerkirchen am Jakobsweg ist.

Ich möchte zum Abschluss meiner recht persönlichen Auswahl von Heiligen noch meinen persönlichen Favoriten, den heiligen Gangolf vorstellen. Er war im Mittelalter in Deutschland und in Frankreich sehr beliebt. Roswitha von Gandersheim hat ihm in ihrem Legendenbuch zu literarischer Unsterblichkeit verholfen. Die Kirche von Heinsberg ist eine Gangolf-Kirche, ebenso die Marktkirche in Trier. In Frankreich ist ein Ort am Wege nach ihm benannt: St-Gengoux-le-National. Die Popularität des Heiligen ist wohl den Umständen seines Todes zu verdanken, einer mittelalterlichen Sex-and-Crime-Geschichte.
Der historische Gangolf war Heerführer Pippins. Kurz nach der Hochzeit beging seine Ehefrau Ehebruch mit einem Priester. Das untreue Weib beteuerte seine Unschuld. Gangolf glaubte seiner Frau nicht und zwang sie, sich einem Gottesurteil zu unterziehen. Sie musste ihre Hand in eine Wunderquelle tauchen. Die Hand war völlig verbrannt, als sie aus dem Wasser gezogen wurde. Gangolf verzieh ihr, den Priester verbannte er außer Landes. Rasch jedoch waren Weib und Liebhaber wieder zusammen. Der Priester ermordete Gangolf und floh mit seiner Komplizin. Bald ereigneten sich Wunder am Grabe des Heiligen. Als die untreue Frau davon erfuhr, spottete sie: Gangolf kann ebenso wenig Wunder vollbringen wie mein Hintern Liedersingen kann.“ Kaum ausgesprochen, fing sie an zu furzen. Dies wiederholte sich bei ihr an jedem Freitag, dem Todestag des Ermordeten. Der Priester hatte die schlechteren Karten: Er starb unter großen Qualen.
Wieso Gangolf unter diesen Umständen bei Haut- und Gelenkerkrankungen und nicht bei Verdauungsstörungen angerufen wir, ist mir völlig unverständlich.

Dies sind nur einige Schlaglichter auf die Grabmale, Legenden und Geschichtliches, die sich mit unendlich vielen Heiligen am Wege nach Santiago verbinden. Ausführlicheres ist in meinem Buch, "2700 km Jakobsweg: Eine Wanderung von Koeln bis Santiago de Compostela", über meine Pilgerwanderung enthalten, das zur Weihnachtszeit erscheinen soll.
 

Gerd Gellißen

 
Indienreise 2012

Im Geleitwort für das Programm unserer Indienreise vom 16. Januar bis 2. Februar 2012 heißt es: „Namaste“, so heißt das Grußwort der Inder; bedeutet, ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind. Diese Ehrfurcht und Herzlichkeit der Inder gegenüber den Mitmenschen konnten die 17 Teilnehmer aus unserer Gemeinde auf ihrer Rundreise durch Indien immer wieder erfahren.

Am Montag begann die Reise mit dem Flug Düsseldorf-Dubai und von Dubai nach Delhi. Hier konnten wir in zwei Tagen die wichtigsten Denkmäler der Stadt besichtigen: Rotes Fort; Jama Masjid Moschee, lange Zeit die größte Moschee Indiens, in der als muslimische Reliquien ein Haar vom Barte Mohammeds, seine Sandalen und ein Fußabdruck bewahrt werden. Da die Reisegruppe immer einen Bus zur Verfügung hatte, konnten wir auch weitere touristische Glanzpunkte erfahren, wie den Bahai Tempel, Akscherdam – den größten Hindutempel in Indien, an dem 25000 Menschen 5 Jahre gearbeitet haben und das Gandhi-Denkmal. Ein weiterer Höhepunkt war für uns die Besichtigung des weltberühmten Taj Mahal in Agra. Dieses „Denkmal einer unsterblichen Liebe“ erstrahlte in weißem Marmor so herrlich, wie in den Reiseführern beschrieben. Traumhaft!
Nach einer Busfahrt erreichten wir das nächste Ziel, die Stadt Jaipur. Hier gab es die Möglichkeit für einen Elefantenritt und eine Rikschafahrt. Während die Elefanten gemütlich im Trott marschierten, konnte einem der Mann, der die Rikscha zog, schon leidtun. Ein mühsam verdientes Geld.

Auf den Spuren des Apostels Thomas hieß ein weiterer Schwerpunkt unserer Reise. Mit dem Flugzeug erreichten wir Chennai, das frühere Madras. Hierhin soll der Überlieferung nach der Apostel Thomas nach dem Tod Jesu gelangt sein und im Jahr 72 durch einen Speer getötet worden sein. Über seinem vermutlichen Grab steht heute die St.Thomas Basilika, in der wir auch eine Hl.Messe feierten. Mit dem Flugzeug ging es weiter nach Kochi in Kerala, Gottes eigenes Land. Die einzigartigen geographischen Eigenschaften Keralas machen es zu einem der schönsten Reiseziele Asiens, heißt es in der Reisebeschreibung. Abends erlebten wir Kadakali, die Aufführung eines Jahrhundert alten Tanzdramas mit farbenprächtigen Masken und Kostümen. Kochi liegt am Arabischen Meer. Beeindruckend die Fischernetze am Strand, der Fischmarkt, auf dem wir mit unserem Reiseführer prächtigen Fisch kaufen konnten, der uns dann in einem kleinen Restaurant zubereitet und serviert wurde. Eine Bootsfahrt bei Sonnenuntergang durfte natürlich zum Abschluss nicht fehlen.

Immer wieder gab es auch Begegnungen mit Einheimischen:
In einem Jugendzentrum erlebten wir interessante Darbietungen von Einzeltänzern und Gruppen. Im Kloster von Pater Roy feierten wir eine Hl. Messe und wurden anschließend köstlich bewirtet. Im Priesterseminar hatten die Kandidaten extra für unseren Besuch einige Stücke einstudiert und brachten diese zur Aufführung. Anschließend ging es zu einem Spaziergang durch eine Teeplantage. Traditionelle Küche von Kerala konnten wir bei der Familie von Pater Roy genießen, ehe wir dann zum Mausoleum des Ordensgründers der Karmeliten, des seligen Kuriakos Elias Chavara, fuhren.
In Kumarkam bestiegen wir ein Hausboot und konnten in stundenlanger Kreuzfahrt in den Gewässern die herrliche Landschaft mit ihren Wäldern, Reisfeldern, Bananenplantagen, Kokoshainen und kleinen Dörfern genießen. Mittagessen gab es auf dem Hausboot. Die letzten drei Tage verbrachten wir in einem Hotel am Strand von Kovalem. Hier war baden angesagt oder auch Ayurveda Behandlungen, die hier vor 2600 Jahren entwickelt wurden. Ein letzter Höhepunkt war die Besichtigung der Stadt Thiruvanathapuram mit dem Padhmanabhaswamytempel. Auch in Deutschland ging die Meldung vom Fund eines großen Schatzes in diesem Tempel vor kurzem durch die Nachrichten.
Ein einmaliges Erlebnis ging damit zu Ende. Unser aller Dank geht an Pater Roy, der diese Reise initiiert und ermöglicht hat und dafür auch die Verantwortung getragen hat.
Danke!

Heinz Franke

 

Weitere Bilder findet man auf Facebook und in unserer Galerie!

 
Jahresausflug 2012 des Kirchenchores "Cäcilia"

Jahresausflug 2012 des Kirchenchores "Cäcilia"
an der Kirche St.Joseph Wülfrath

Der diesjährige Chorausflug führte unseren Kirchenchor am Sonntag, den 23. September, nach Hennef an der Sieg. Die Auswahl dieses Zieles hatte eine besondere Bewandtnis. Die Eheleute Hildegard und Engelbert Pesch waren über 30 Jahre lang aktive Mitglieder unseres Chores und sind seit dem Jahre 2000 bzw. 2008 aus Altersgründen passive Mitglieder.
Im vergangenen Jahr sind sie in die Nähe der Wohnorte ihrer beiden Söhne gezogen und leben nun in Hennef. Das frohe Wiedersehen mit den Chormitgliedern hat die Beiden sichtlich bewegt, zumal wir in der hl. Messe in der Liebfrauenkirche im Ortskern von Hennef-Warth die Ritzenhöfer-Messe sowie das „Ave Maria“ von Ritzenhöfer gesungen haben. Alois Ritzenhöfer war der Bruder von Frau Pesch, hat in früheren Zeiten etliche Male als Dirigent in unserem Chor ausgeholfen und für den Josephschor in Wülfrath das „Ave Maria“ komponiert.
Wir sangen dann noch den Chorsatz „Friede mit euch“. Die Liebfrauenkirche hat eine sehr gute Akustik, so dass auch ein kleiner Chor wie der unsere gut zur Geltung kommen kann, wie der Applaus am Ende des Gottesdienstes zeigte.
Danach fuhren wir zum etwas außerhalb gelegenen Restaurant „Em Wingert“ zum Mittagessen. Dort fand sich auch das Ehepaar Pesch wieder ein (im November feiern die Beiden ihre „Eiserne Hochzeit, d.h. 65 Jahre gemeinsam gelebte Ehejahre).
Anschließend besuchten wir den Ort „Stadt Blankenburg“, auf einem Felssporn über der Sieg gelegen. In diesem malerischen Örtchen konnten Reste der Burg, der Katharinenturm, das Runenhaus und die Kirche besichtigt werden.
An dieser Stelle möchte der Chor den Mitgliedern des Vorstandes danken, die im sog. „Festausschuss“ unermüdlich für die Organisation und das Gelingen solcher Ausflüge oder auch anderer Festivitäten Sorge tragen. Der Ausflug hat allen Teilnehmern sehr gut gefallen. Um 18:00 Uhr traten wir die Rückfahrt an und gegen 19:30 Uhr erreichten wir unseren Heimatort Wülfrath.

Helga Peschke-Laustroer

 
Von St.Maximin zum heiligen Maximin

Immer wieder brechen Menschen auf, machen sich mit Ihrem Glauben auf den Weg und werden zu Pilgern.

So fand auch am Samstag den 01.09.2012 unsere 7.Wallfahrt der Maximin Gemeinde statt. Mit unserem Begleitbus, der uns auch in der nächsten Woche zur Verfügung stand, fuhren wir nach Dormagen zum Kloster Knechtsteden. Ein Gebet in der Basilika, dann machten wir uns auf den Weg.

In das Unbekannte aufzubrechen kann sehr aufregend sein, sogar beunruhigend. Wir planen, studieren Karten und treffen auf fremde Reisende. Dennoch wissen wir, dass gleichgültig wie gründlich wir die Reise geplant haben – Sie uns überraschen wird. Täte sie das nicht, wären wir vielleicht sogar enttäuscht.

Unsere erste Station war die Kirche in Rommerskirch. Ein gemeinsames Lied und ein Gebet, dann stärkten wir uns in einem nahegelegenen Café. Und schon hatten wir eine sehr nette Begegnung. Ins Café herein kam ein Pastor; kam ein Pastor, den unser Pastor Langel noch aus seiner Kaplans Gemeinde kannte. Nach ein paar netten Worten, setzten wir unseren Weg fort. Am frühen Nachmittag kamen wir in Kerpen an. Im Hotel Neffeltal in Kerpen-Blatzheim hatten wir unsere erste Übernachtung. Für 18 Uhr war in der Kirche St.Martinus, Kerpen Stadtmitte, die Taufkirche von Adolph Kolping, der Gottesdienst angesagt. Pastor Langel zelebrierte diese Messe, so konnte er in der Predigt über unser Tun für die nächsten Tage berichten. Das wurde von den Gemeindemitgliedern nett aufgenommen, da ja viele Gemeinde die Pilgerfahrt zu den Stätten des hl. Matthias pilgern. Mit freundlichen Worten wurden wir so für die nächsten Tage unserer Wallfahrt verabschiedet.

Sonntagsmorgen, haben wir uns gut gestärkt, und sind nett von den Hotelbesitzern verabschiedet worden, denn einige von uns kannte man schon aus früheren Jahren. Taschen und Koffer wurden in unserem Begleitfahrzeug verpackt. Wir versorgten uns für die nächsten Stunden mit Getränken und essbaren Sachen, denn Günter Lampenscherf der für den heutigen Morgen den Fahrdienst übernommen hatte, sahen wir erst in ein paar Stunden wieder. Unser Ziel war Nideggen Berg, das Hotel Rosenflora.
Durch Wiesen und Felder und Wohngebiete gingen wir Kilometer um Kilometer. Wir machten an kleinen Kapellen halt, und ließen uns von Pastor Langel gerne die historische Bedeutung erklären. Endlich an diesem zweiten Tag treffen wir auch einige Leute, die uns nach unserem Weg fragten. Denn eine Wallfahrt zum hl.Maximin ist nicht so alltäglich. Viele Pilger aus den einzelnen Städten gehen zum hl.Matthias. Sie verabschiedeten uns mit den Worten: „geht Euren Weg“ und dem folgten wir. Am frühen Nachmittag erreichten wir Vettweiß-Soller im Kreis Düren. Dort findet immer am ersten Sonntag im September ein Heimatfest statt. Seit paar Jahren versuchen wir es zur Kaffeezeit im Festzelt zu erscheinen. Stets werden wir mit großem „Hallo“ begrüßt, „da seid ihr ja wieder“. Gestärkt bei Kaffee und Kuchen und mit ein paar netten Worten machten wir uns wieder auf den Weg, denn wir möchten unser Hotel erreichen. In dem Hotel Rosenflora erwartete man uns auch schon. Vor dem Abendessen feierten wir in einem separaten Raum unsere tägliche Hl.Messe. Das ist ein Ritual, das unter Pilgern gerne angenommen wird.

Montag den 03.09. Wir haben am Abend vorher ein  vorzügliches Abendessen gehabt, etwas geplaudert und so sind wir auch wieder nicht zu spät zu Bett gegangen, denn wir wollten ausgeruht unseren Weg fortsetzen. Es ging durch Wiesen und Felder, vorbei an Schafherden und Gedenksteinen. So machten wir auch an diesem Tag wieder unseren Weg. Wir machten kurze Trinkpausen auf Bänken, die uns am Wegesrand erwarteten. Jeder war stolz das Kreuz ein Stück des Weges tragen zu dürfen. Günter, der an diesem Tag den Fahrdienst übernommen hat, erwartete uns in Herrgarten mit einem großen Tablett Kuchen. Gut gestärkt machten wir uns später dann mit Günter wieder auf den Weg. Nun hat unser Pastor den Fahrdienst übernommen. Wieder an Wiesen und Feldern vorbei pilgerten wir bis Kall. Da in diesem Jahr wenig Obst an Wiesen und Feldern zu sehen war, welches wir genießen wollten, mussten wir noch einem eine kurze Kaffeepause in einem Café in Kall machen, bevor wir in Kall-Urft unser Hotel erreichten. Die Hotelbesitzer, Familie Weckmann erwarteten uns schon, und so wurden wir zum Abendessen mit einem guten Menu verwöhnt. Eine Spezialität, das Urfter-Senfrahmsüppchen, eine Eigenkreation des Hauses. Mit dem Wunsch von Frau Weckmann, gut auf unseren Pastor Langel aufzupassen, damit man sich zur nächsten Wallfahrt in zwei Jahren gesund wieder sieht setzten wir unseren Weg fort.

Dienstag den 04.09, mussten wir die Strecke von Urft bis Lissendorf-Birgel pilgern. Am Wegesrand tauüberzogene Gräser und Farne, gingen wir fünf Pilger unseren Weg. Auch auf dieser Wegstrecke fragten uns Einheimische nach unserem Ziel. Wir freuten uns, denn wir kamen gerne mit Leuten ins Gespräch. Eine nette Begegnung möchte ich hier noch gerne einbringen. Wir wollten grade eine Straße überqueren, da kam uns ein Bauer mit einem großen Traktor entgegen. „Wohin des Weges zum Matthias, kann ich Euch helfen?“ Unsere kurze Antwort, „nein wir gehen nach Trier zum hl.Maximin“. Wir hatten alle das sonderbare Gefühl, dass er uns gerne ein Stück des Weges mitgenommen hätte. Aber wir waren ha auf Pilgerreise. Mit kurzen Pausen passierten wir die Archäologische Landschaft der Nordeifel und kamen mit netten Ausblicken der Natur in Birgel im Hotel Assion an. Wir feierten unsere abendliche Hl.Messe wieder im Hotel, und ließen uns das Abendessen munden. Später wurden noch ein paar Aufnahmen vom Sonnenuntergang gemacht, denn wir hatten auch heute wieder einen schönen warmen Sonnentag gehabt.

Mittwoch den 05.09. im Hotel Assion gab es an diesem Morgen ein Frühstücksbuffet, bei diesem Anblick konnte der Tag nur gut verlaufen. Wir hatten wie in den letzten Tagen unsere Koffer und Taschen schon in unseren Begleitwagen verstaut und gingen zur gewohnten Zeit von unserem Hotel weiter. Durch Wohngebiete, geschmückte Häuser, abwechselnd mal das Kreuz tragend, mal alleine oder in Gemeinschaft, so pilgerten wir unseren Weg. Auch ein bisschen Frühgymnastik durfte nicht fehlen. Günter der an diesem Morgen mit uns unterwegs war, konnte uns viel in den Wäldern erklären. Mit einer angenehmen Trink und Hanutapause erreichten wir die Kirche in Auel. Hier feierten wir heute in dieser Kirche zu Auel die Hl.Messe. Nach dieser gestalteten Messe machten wir ein paar Fotos und tauschten mit dem Küster unsere E-Mail Adressen aus, denn wir haben ihn wohl sehr beeindruckt, dass er von diesem Morgen gerne ein paar Fotos hätte. So zogen wir gut motiviert weiter. Vorbei an Kreuzen, Gedenksteinen, Kühen und Schafen auf den Wiesen kamen wir am späten Nachmittag in Kopp zum Hotel Wandersruh an.

Donnerstag den 06.09. Frisch ausgeruht und bei aufgehendem Sonnenschein, wie wir es auch schon in den letzten Tagen hatten, pilgerten wir weiter. Als wir durch Weissenseifen gingen kamen wir an einer Künstlersiedlung vorbei. Dort mussten wir einen Moment verweilen, denn dieses vielseitige Angebot an Steinarbeiten und Kupfer- oder Holzarbeiten interessierte uns sehr.
Die nächste Überraschung, an diesem Morgen gingen wir mit Günter, erlebten wir auf einem Wanderparkplatz. Der Pastor traf dort auf eine Pilgergruppe der St.Matthias Bruderschaft aus Elsdorf. Wir sangen ein paar gemeinsame Lieder und sprachen auch ein gemeinsames Gebet, so trennten sich nach freundlichen Worten unsere Wege wieder. Dieses Mal feierten wir unsere Hl.Messe auf diesem Wanderparkplatz. Liebe Leser, das müsstet Ihr einmal miterleben. Es ist ein großartiges Gefühl, so etwas zu gestalten. Bei herrlichem Sonnenschein sind wir dann bis zum Waldhotel Mohrweiler gepilgert. Auch dort wurden wir freundlich empfangen. Dieses Hotel ist eins der schönsten Hotels auf unserer Pilgertour.

Freitagmorgen den 07.09. Wir haben die letzte Nacht im Waldhotel in Mohrweiler bei Mahlberg verbracht. Nach dem Frühstück und einem freundlichen „Good by“ sind wir mit unserem Auto zur Messe in die Filialkirche St.Maximin nach Kyllburg (sie wurde im letzten Krieg zerstört und als Filialkirche wieder aufgebaut) gefahren. Diese zählt zu den ältesten Pfarrkirchen der Eifel. Es war ein Erlebnis in dieser Kirche allein zu sein und die Hl.Messe als Gemeinschaft zu feiern. Ein letztes Stück sind wir dann mit unserem Begleitbus gefahren, bis zu dem Parkplatz am Bahnhof Speicher und konnten dann froh gestärkt und mit Gottessegen uns auf den Weg machen. Entlang der Kyll, an Blumen geschmückten Gärten vorbei, sind wir bis nach Auw gepilgert. Ein kurzer Aufenthalt in Auw, das alte Pfarrhaus konnten wir leider nicht besichtigen, haben aber eine kurze Besichtigung in der Pfarrkirche gemacht.

Gut gestärkt und bei herrlichem Sonnenschein, ach ja, Günter hat uns mit Obst und Getränken versorgt, konnten wir dann unseren Weg mit Günter fortsetzen. Und so sind wir Fünf bis nach Kordel gepilgert. Das Fahrpersonal hatte schon in Kordel ein Straßencafé ausgesehen. Bei Kaffee und Kuchen und neben dem Café gab es auch eine Metzgerei, so stärkten wir uns auch mit einem Stück Wurst, damit wir den Aufstieg zur Burg Ramstein und das Hotel angehen konnten. Auch hier wurden wir freundlich aufgenommen. Wir suchten unsere Zimmer auf, erfrischten uns und statteten dann der Burg Ramstein einen Besuch ab. Wir schauten zum Geyerley. Viele von uns kannten diesen Ort ja aus vergangenen Jahren.
Wer abends kein Fleisch mochte, konnte sich auch ein vegetarisches Gericht aussuchen. Nach dem Abendessen, konnten wir bei diesen sommerlichen Temperaturen noch lange auf der Terrasse bei einem Glas Wein oder Bier sitzen. Wir sprachen über unsere Erfahrungen die wir in den letzten Tagen gemacht haben. Wichtig waren für jeden von uns die innere Einkehr und eine Auszeit von der Hektik des Alltags.
Wir haben die erste von zwei Nächten im Hotel Ramstein verbracht. Heute haben wir für meine Begriffe das schönste Stück der ganzen Wallfahrt vor uns. Wir pilgerten bis zum Geyerley. Die Aussicht zum Hotel und zur Burg Ramstein war von diesem Felsen überwältigend. Erlebniswandern durchs Butzerbachtal bis zur Genovevahöhle.
Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war die Höhle nur unter dem Namen Kuttbachhöhle bekannt. Ein Beamter aus Mayen wurde an die Bürgermeisterei Pfalzel versetzt. Als der diese Höhle bei einer Wanderung sah, erinnerte er sich der heimatlichen Genoveva-Legende, die der Kapuzinerpater Martin von Cochem um 1640 erzählte. Danach soll der Pfalzgraf Siegfried, 750 n. Chr., Genoveva, die Tochter des Herzogs von Brabant, zur Frau genommen haben. Als er einstmals in eine Fehde zog, bezichtigte der Haushofmeister Golo, nach der Rückkehr des Grafen, dessen Frau der Untreue. Sie wurde mit ihrem Sohn verstoßen und flüchtete mit dem Kind in den Ardennerwald. Kläglich lebten sie von den Früchten des Waldes, und eine Hirschkuh spendete ihnen Milch. Nach Jahren fand der Pfalzgraf seine Frau und seinen Sohn wieder. Freudig und reuevoll nahm er sie wieder auf. Der böse Golo erhielt seine wohlverdiente Strafe. Der Zeitgeist der Romantik, in der im schwärmerischen Sinne um verfallene Burgen Sagen gesponnen wurde, verhalf sicherlich zu der Verbreitung dieser Legende. So wurde aus der Kuttbachhöhle die Genovevahöhle.
Es machte uns stolz, so dass wir an diesem Ort ein Kapitel aus unserem Pilgerbuch lesen wollten.
Wenn ich zutiefst vertraure, dass Gott heute wahrhaftig bei mir ist, mich sicher hält in seiner göttlichen Umarmung, und jeder meiner Schritte lenkt, dann kann ich meine Ängste los lassen, und das Bedürfnis zu wissen was der morgige Tag bringt, was nächsten Monat oder nächstes Jahr geschehen wird. Ich kann vollständig sein, wo ich bin, und meine Aufmerksamkeit auf die vielen Gesten von Gottes Liebe richten, in mir und um mich herum.
Mit dem Lied "Irische Segenswünsche", dass in der ganzen Woche uns an vielen Stationen begleitet hat, verabschiedeten wir uns von diesem sagenhaften Ort. In unserer Mission als Pilger waren wir gestärkt und gingen das letzte Stück unserer Wallfahrt. In Trier angekommen erwartete uns der Bus mit samt Fahrer schon an einem verabredeten Ort. Gemeinsam und voller Stolz trugen wir unser Kreuz zu der profanierten (nicht mehr als Kirche genutzt) Basilika des hl. Maximin. Bei einem Gebet und einem Lied hatte sich unsere Mission erfüllt. Ein Spaziergang durch Trier vorbei an der Porta Nigra, gönnten wir uns in einer Eisdiele eine angenehme Pause, bevor wir dem Dom zu Trier einen Besuch abstatteten. Vor dem Abendessen eine letzte Messe unter freiem Himmel auf der Burg Ramstein.

Sonntag den 09.09.2012. Nach einen letzten guten Frühstück verabschiedeten wir uns von den Besitzern des Hotels und verpackten unser Gepäck in unserem Autobus. Das Kreuz, das wir 9 Tage voller Ehrfurcht von Ort zu Ort getragen haben, ist von unserer Marianne Meister festlich geschmückt worden. Anschließend fuhren wir nach Pfalzel der Kirche, um dort die hl.Messe zu feiern (in der Marienkirche wird das Haupt des hl.Maximins aufbewahrt). Der dortige Pfarrer hatte an diesem Sonntag frei bekommen. Pastor Langel hatte darum gebeten, die Messe in der Kirche zelebrieren zu dürfen. Wir wurden mit einem freundlichen „Hallo“ begrüßt, denn viele kennen uns ja schon aus den letzten Jahren. Für das Schlusslied sind Liederzettel verteilt worden, und so konnten alle unser viel geliebtes Maximinlied mitsingen.
Nach einer kurzen Rast in Stadtkyll ging es dann Richtung Wülfrath-Düssel. Wir haben in unserer Patronatskirche noch einmal zusammen mit unseren Partnern gebetet und gesungen. So sind wir mit vielen guten Gedanken und positiven Ereignissen nach Hause gefahren. Nach Hause zurückkehren kann ein schwieriges Unterfangen sein, insbesondere wenn uns die Reise neue Einsichten eröffnet und sogar Wunder beschert hat. Vielleicht haben wir Angst, dass wir allzu schnell in unseren gewohnten Rhythmus zurückfallen. Während wir darüber nachdenken, tun wir das wohl möglich auch schon. Vielleicht sehen wir die Dinge ab sofort aber auch anders und entdecken neue Freuden.

 
Kirchenchor St.Joseph in Stiepel 2011

Der Kirchenchor an der Kirche St.Joseph in Wülfrath machte seinen Jahresausflug 2011 am Sonntag, 19. Juni, zum Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel.
Da etliche Sänger und Sängerinnen verhindert waren, nahmen zu unserer aller Freude recht viele Gemeindemitglieder aus anderen Gruppen oder auch Freunde einzelner Chormitglieder an diesem Ausflug teil.
Alle waren herzliche willkommen und das Miteinander an diesem Tag war einfach schön!
Um 8 Uhr war Abfahrt per Bus und um 10 Uhr fand das Hochamt in der Wallfahrtskirche St.Marien unter Mitwirkung unseres Kirchenchors statt. Der Chor wurde sehr herzlich durch den Priester begrüßt und willkommen geheißen, und am Ende des Gottesdienstes konnten wir uns am lang anhaltenden Gesamtapplaus erfreuen.
Anschließend brachte uns der Bus zur Altstadt von Hattingen, wo wir im Restaurant „Schwarze Krone“ das Mittagessen einnahmen.
Um 14:30 Uhr begann die Besichtigung der sehr schönen Altstadt unter sachkundiger Führung. Leider hatte sich der Himmel inzwischen bezogen und es tröpfelte ein wenig. Die gute Laune hat uns das durchwachsene Wetter aber nicht nehmen können.
Gegen 16 Uhr erholten wir uns im Pilgersaal der Klosteranlage bei Kaffee und Kuchen.
Danach führte uns ein Pater, der gleichzeitig Pfarrer von Stiepel ist, unter vielen geschichtlichen Erläuterungen durch die schöne alte Wallfahrtskirche und auch durch Teile der relativ neuen Klosteranlage.
Um 18 Uhr nahmen wir noch an der Vesper der Mönche teil. Dies war ein schöner und besinnlicher Abschluss unseres Jahresausfluges.
Auf der Heimfahrt sangen wir im Bus dankbaren Herzens: „Du lässt den Tag, Oh Gott, nun enden und breitest Dunkel übers Land, wir waren heut‘ in Deinen Händen, nimm uns auch jetzt in Deine Hand“.
Nun noch ein Anliegen in eigener Sache:
Es wäre sehr schön, wenn sich potentielle Sängerinnen und Sänger ermutigen ließen, unseren Chor zu unterstützen.
Wir proben jeden Dienstag von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr im Corneliushaus. Herzlich willkommen!!!!!!!

 

 
Mein Auslandsjahr in den USA 2011


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Die ottomanische Wallfahrt 2011


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