Die Düsseler Linden

Neupflanzung ja, aber keine Wiederherstellung des Ensembles

Was bisher geschah: Im Frühjahr 2017 wurde festgestellt, dass eine der drei Linden, die das unter Denkmalschutz stehende Prozessionskreuz umgeben, vom Brandkrustenpilz befallen und nicht mehr zu retten ist. Da die Standsicherheit und damit auch die Sicherheit der Wanderer auf dem Eulenkopfweg gefährdet war, erfolgte die Fällung am 30.06.2017.

Seither beobachten wir die beiden verbleibenden Bäume auf Standsicherheit, Krankheit und Wuchsentwicklung.

Ein neues Baumgutachten von Januar 2020 hat bestätigt, dass die Bäume gesund und in ihrer Standfestigkeit nicht gefährdet sind. Gleichzeitig haben wir versucht, Alternativlösungen wie z.B. das Versetzen des Kreuzes mit einer kompletten Neupflanzung zu verhandeln, dies hat die Obere Denkmalbehörde jedoch als nicht genehmigungsfähig eingestuft.

Ein gemeinsamer Termin mit unterer und oberer Denkmalbehörde Ende Januar 2020 hat dann folgendes ergeben: Sämtliche Fachleute raten zur Pflanzung eines kleinen Baumes, da der Boden immer noch mit dem Pilz verseucht ist und zudem die Trockenheit der letzten zwei Jahre eine massive Anwuchsbewässerung erforderlich macht. Die Oberflächenfeuchte beträgt im Mittel rund 25 cm, der Grundwasserspiegel beträgt ca. 1,80 m.

Was jetzt -in Absprache mit den entsprechenden Behörden- geschieht:

Im Frühjahr 2020 werden wir den verbliebenen Wurzelstumpf der gefällten Linde herausfräsen lassen, damit für das Wurzelwerk der Neupflanzung genügend Raum zum Wachstum bleibt.
In einem zweiten Schritt werden wir dann das Prozessionskreuz richten und restaurieren lassen.
Der dritte Schritt ist die Neupflanzung einer kleinen Linde. Ein größerer Baum wird laut übereinstimmender Meinung der involvierten Fachleute nicht anwachsen, selbst bei einem kleinen Baum ist der Anwuchs nicht garantiert. Ob das noch im Frühjahr oder erst im Herbst geschehen kann, ist abhängig vom Verlauf der Vegetationsperiode. Als beste Pflanzzeit für Linden gilt der Herbst, im Frühjahr nur, so lange der Baum kein Blattwerk entwickelt.

Danach werden wir für die nächsten 3 – 5 Jahre ganzjährig für regelmäßige Bewässerung sorgen müssen und hoffen, dass der Anwuchs gelingt.

Wie das jetzt neu entstehende Ensemble dann in vielen Jahren aussieht, entscheidet letztendlich die Natur, die ihren eigenen Weg finden wird.


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