Blick in die pastorale Einheit: Kirchengemeinde St. Lambertus Mettmann

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Persönliche Stellungnahme von Pfr. Msgr. Herbert Ullmann

Persönliche Stellungnahme von Pfr. Msgr. Herbert Ullmann zur causa
„Regenbogenkirche“ im Sendungsraum Mettmann/Wülfrath

Als ich am späten Abend des 4. August aus dem knapp dreiwöchigen Urlaub zurückkehrte realisierte ich das überwältigende Medienecho auf die Vorgänge aus Rom und Köln um den „Segensgottesdienst für ALLE Liebenden“ am 26.3.2023 in der Kirche St. Thomas Morus, Mettmann.

Der „Sturm“ war ausgelöst worden, weil die aus den Gemeindeforen2022 hervorgegangenen Gruppe „Regenbogenkirche für alle“, die von der Mehrheit des Seelsorgeteams in ihren Aktivitäten unterstützt wird, wegen der aktuellen Ereignisse mit ihrem Brief an den Erzbischof auch an die Öffentlichkeit ging. Denn bei der Planung eines Nachfolgegottesdienstes im Seelsorgebereich Wülfrath musste ich als Leitender Pfarrer einräumen, dass ich dafür nicht mehr zur Verfügung stehe und solche Gottesdienste nicht mehr zulassen darf, da ich nach einer Meldung an das „Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung“, die mich über den Erzbischof von Köln und seinen Generalvikar erreichte, ein entsprechendes Verbot erhielt. Eine „Abmahnung“, so habe ich inzwischen gelernt, gibt es im Kirchenrecht für einen Priester nicht, da er in einem direkten Verhältnis zum Ortsbischof steht durch das Weiheversprechen von „Ehrfurcht und Gehorsam“. Gleichwohl wurde mir mündlich erklärt, dass die mir erteilten Auflagen im bürgerlichen Recht einer „Abmahnung“ entsprächen.
Die über den Generalvikar des Erzbischofs schriftlich erfolgten Auflagen beziehen sich auf den seitens des vatikanischen Dikasteriums geäußerten Vorwurf, Beschlüsse des „Synodalen Weges“ sollten wohl in den Gemeinden des mir anvertrauten Sendungsraumes unmittelbar umgesetzt werden.

Eine „Schieflage“ in der Kommunikation zwischen Pfarrer und Bischof war bereits vor einigen Jahren erfolgt, als am Kirchort „Heilige Familie“ in Mettmann-Metzkausen ein „Ökumenisches Zentrum“, genehmigt und unterzeichnet vom damaligen Generalvikar Dr. Dominik Meiering, eingerichtet wurde. Die evangelische Ortsgemeinde hatte damals aufgrund wachsender gemeinsamer ökumenischer Pastoraler Arbeit, unterstützt von den Gremien Presbyterium, Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, ihr eigenes Gotteshaus aufgegeben und auf gemeinsamer finanzieller und organisatorischer Grundlage sich mit der Teilgemeinde „Heilige Familie“ als Ökumenisches Zentrum räumlich zusammengeschlossen.
Als im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um Person, Worte und Taten von Rainer Maria Kardinal Woelki eine kritische Stellungnahme an den Erzbischof seitens der Gremien (nicht des Pfarrers!) geschickt wurde und daraufhin keine Rückmeldung oder gar Stellungnahme erfolgte, zeigten sich die Gremien enttäuscht und äußerten auch in der Öffentlichkeit, eine mögliche Einladung der Mettmanner und Wülfrather Kirchengemeinden an den Erzbischof zu einem klärenden Gespräch sei angesichts der verhärteten Position des Erzbischofs zwecklos. Eine kleine Gruppe aus dem überwiegend von Spätaussiedlern bewohnten Kirchort St. Judas Thaddäus in Obschwarzbach hatte Kardinal Woelki mit Wissen des Pfarrers zu einer Maiandacht eingeladen. Über die Art und Weise des Zustandekommens dieser Einladung ohne Einbeziehung der Gremien äußerte sich der Mettmanner Pfarrgemeinderat kritisch. All das blieb dem Erzbischof natürlich nicht verborgen.

Stellungnahme

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DANKE!

Danke!!!

Ein ganz großes Dankeschön für allen Zuspruch, alle Ermutigung und Bestärkung für uns als Gemeinden St. Lambertus und St. Maximin und die AG Regenbogenkirche!
Wir sind überwältigt von der großen Reichweite durch soziale Medien und Printmedien. Und fühlen uns bestärkt in unserem Bemühen um menschenwürdige Seelsorge. 

Danke aber auch denen, die ihre andere Meinung nicht in Anonymität verstecken und sachlich argumentieren. 
Kirche hat Weite und Bandbreite und entwickelt sich im Ringen um gute Wege, Gottes Menschenliebe in die Welt zu tragen. 
Und dies von Anfang an. Seit Petrus und Paulus. Davon sind wir überzeugt.

Stellungnahme der Pfarrgemeinderäte

Stellungnahme der Pfarrgemeinderäte St. Lambertus Mettmann und St. Maximin Wülfrath zu den Berichten der lokalen Medien über die „Abmahnung“ von Pfarrer Ullmann wegen der Feier eines Segensgottesdienstes für alle sich liebenden Paare.

Wir haben das große Interesse an den Berichten und die Kommentare in den sozialen Medien zur Kenntnis genommen.

Auch wir als Pfarrgemeinderäte des Seelsorgebereichs unterstützen ausdrücklich und uneingeschränkt das Engagement der Regenbogengruppe und die Feier des Segnungsgottesdienstes durch Pfarrer Ullmann. In unseren Sitzungen haben wir die Feier dieser Gottesdienste einheitlich begrüßt.

Die Regenbogengruppe ist aus den Gemeindeforen hervorgegangen und wir als Pfarrgemeinderäte sind sehr froh, dass sich Gemeindemitglieder mit so viel Herzblut engagieren. Mit den Aktionen der Gruppe werden erste deutliche Schritte in Richtung eines zeitgemäßen Umgangs mit allen Menschen in unserer Gemeinde gemacht. Hierzu zählt auch die gleichberechtigte Einbindung von Frauen und die Zulassung und Vorbereitung von Gemeindemitgliedern aller Geschlechter zu Diensten wie Beerdigungen und Taufen. Dies nicht nur, um den künftigen Mangel an Hauptamtlichen auszugleichen, sondern besonders um die Fähigkeiten der Gemeindemitglieder zu stärken und zu nutzen.

Die Regenbogengruppe und wir wurden von Pfarrer Ullmann darüber informiert, dass er keine weiteren Segnungsgottesdienste durchführen darf. Auch wir sind sehr enttäuscht von der Reaktion aus Rom/Köln und können nicht nachvollziehen, warum statt innerer Erfahrung und Erleben die Moral in den Vordergrund gerückt wird. Die befreiende christliche Botschaft gerät durch die ablehnende Reaktion in den Hintergrund.

Wir verstehen uns als eine einladende Kirche /Gemeinde und heißen alle Menschen unabhängig von ihrer individuellen Prägung, ihrer Herkunft, ihres Alters, ihrer körperlichen oder geistigen Verfassung, ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität herzlich willkommen. Wir wollen Voraussetzungen schaffen, in denen sich alle Menschen willkommen fühlen, unsere Gemeinden als Heimat erleben und erreichen vielleicht sogar, dass diejenigen, die der Kirche den Rücken gekehrt haben, den Weg zurückfinden. Wir sind eine offene Gemeinde, in der Jeder seinen Platz finden kann, in der es keine Diskriminierung gibt, sondern alle zum Gelingen unserer Gemeinschaft mit ihren unterschiedlichen Begabungen beitragen.

Wir wünschen uns sehr, dass unser Engagement vor Ort in unseren Gemeinden aus Köln unterstützt wird und nicht durch „Abmahnungen“ Frust entsteht.

Regenbogenkirche für alle - Segnungsgottesdienst

Liebe unterm Regenbogen…

Es war ein bisschen, als würden sich Himmel und Erde berühren…nicht nur in dem vom Regenbogenprojektchor gesungenen gleichnamigen Lied, nein besonders auch im „Segnungsgottesdienst für ALLE sich liebenden Paar“ erspürte man diese Verbindung!

Der Segnungsgottesdienst für ALLE sich liebende Paare“ fand am Sonntag, 26.03.2023
in der Kirche THOMAS MORUS das erste Mal statt.

Die AG „Regenbogenkirche für alle,“ welche sich nach dem Forum zur Glaubwürdigkeit in der katholischen Kirche im Febr. 2022 gegründet hatte mit dem Ziel, sich gegen Diskriminierung von Frauen und für geschlechtliche Vielfalt einzusetzen, hatte diese besondere Form des Gottesdienstes vorbereitet.

Dazu hatte es mehrerer Treffen der Teilnehmer*innen der Arbeitsgruppe bedurft, bis alle Inhalte, Handlungen, atmosphärische Hingucker und die Logistik drumherum standen. Dementsprechend groß war die Aufregung unter den Beteiligten.

Hier können Sie den vollständigen Artikel lesen ->

Regenbogen 6

Eindrücke vom Forum „LGBTQ+IA

…damit man so sein kann wie man ist“ – Eindrücke vom Forum „LGBTQ+IA

Nach wochenlanger Vorbereitungszeit, vielen Recherchen zum Thema LGBTQ (Kurzform für alle Geschlechter, Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen, die von zweigeschlechtlichen und heterosexuellen Normen abweichen) und einem Trockentraining im privaten Umfeld konnte unsere AG am Samstag, 18.03. im Pfarrhaus Düssel in Wülfrath und am Sonntag, 19.03. im Kaplan-Flintrop-Haus endlich zur Informationsveranstaltung „Forum LGBTQ+IA“ einladen ...

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Unsere Willkommenskultur

Logo Regenbogenkirche Web

 

„In unserer Gemeinde ist jede und jeder herzlich willkommen, 
egal woher er/sie kommt, was er/sie fühlt und wie und wen er/sie liebt. 
Jede/r wird in dieser Haltung wertgeschätzt und angenommen. 
Gottes Liebe macht vor Niemandem Halt.“

So ist die Arbeitsgruppe „Regenbogenkirche für alle“ entstanden…
Bitte lesen Sie hier weiter ->

Weitere Informationen finden Sie in unserer Präsentation zur Vorstellung  
der AG Regenbogenkirche sowie deren Ideen ->

 

…damit man so sein kann wie man ist“ – Eindrücke vom Forum „LGBTQ+IA

Nach wochenlanger Vorbereitungszeit, vielen Recherchen zum Thema LGBTQ (Kurzform für alle Geschlechter, Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen, die von zweigeschlechtlichen und heterosexuellen Normen abweichen) und einem Trockentraining im privaten Umfeld konnte unsere AG am Samstag, 18.03. im Pfarrhaus Düssel in Wülfrath und am Sonntag, 19.03. im Kaplan-Flintrop-Haus endlich zur Informationsveranstaltung „Forum LGBTQ+IA“ einladen:

In Vorbereitung auf den Segnungsgottesdienst für alle sich liebende Paare wollten wir hier die Möglichkeit schaffen, sich umfassend zum Thema „Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, die von zweigeschlechtlichen und heterosexuellen Normen abweichen, zu informieren.

Dazu hatten wir ein Quiz und ein Fragespiel vorbereitet. Ebenso trugen Laien-Spielszenen – zwei Situationen am Arbeitsplatz - dazu bei, sich in die Rolle einer homosexuellen Person hineinzuversetzen. Als Experten waren Gäste aus der LGBTQ-Community eingeladen.

Florian Janßen berichtete von der KJGay, einer Untergruppe des Bundesverbandes der KJG (Katholische Junge Gemeinde), die sich seit mehreren Jahren für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Kirche und Gesellschaft stark macht. 

Mit Lea Diamandis konnte eine Autorin aus Düsseldorf gewonnen werden, die in ihren Fantasyromanen starke Protagonistinnen schafft, die ihr in ihrer Jugend fehlten und als Teil der LGBTQ-Community die Buchwelt bunter machen. 

Phönix Green, lokaler Poet aus Wülfrath, gab Einblicke aus seinem Leben eines Transgenders und rezitierte auf beeindruckende Weise zwei lyrische Werke aus seinem im vorigen Jahr veröffentlichen Gedichtband „Feuer Flamme Poesie“.

Bei allen Statements der Experten, die mutig von ihren eigenen Erfahrungen berichteten, wurde klar, was deren größter Wunsch ist: Angenommen zu werden so wie man ist, damit man so sein kann, wie man ist!

Des Weiteren hat die Mettmanner Stadtbibliothek dankenswerterweise zahlreiche LGBTQ-Bücher zur Verfügung gestellt, um auf die LGBTQ-Fachliteratur vor Ort aufmerksam zu machen.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde ein Blick auf eine Bibelstelle geworfen, die im Kontext der Entstehung und des gesellschaftlichen Umfeldes gesehen werden muss.  Ergänzt wurde diese Sequenz mit einem Auszug aus der Reportage „Out in Church“ aus 2022, in der der Aachener Bischof Dieser Stellung bezog zum Thema gleichgeschlechtlicher Liebe.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es noch die Möglichkeit zum offenen Austausch. Dieser beinhaltete auch Reibungspunkte. So fragte sich ein Teilnehmer, ob die Amtskirche die Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare bedenkenlos akzeptieren würde. „Wir in Mettmann sind unserer Zeit voraus, nachdem jetzt auf der Hauptversammlung des Synodalen Wegs ein Beschluss über die zukünftige Segnung homosexueller Paare gefasst wurde. Beispielsweise gibt es in Belgien bereits Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare, die mit dem Vatikan abgestimmt sind“, erläuterte unser AG Sprecher Maximilian Bröhl. 

Unsere Gemeindereferentin Ulrike Platzhoff, die auch unter den Gästen in Mettmann weilte, brachte es auf den Punkt: “Der Zeitgeist zeigt uns, dass die Zeit für die Aktivitäten der AG Regenbogenkirche / Segnungsgottesdienste jetzt da ist!“

Silvia Böhm, Vorsitzende vom Ausschuss für Soziales, Familie, Generationen und Vielfalt des Mettmanner Stadtrates, sagte am Ende der Veranstaltung: „Ich bin sehr von der inhaltlichen Aufbereitung der Arbeitsgruppe zum Thema LGBTQ angetan und würde mir wünschen, dass das Thema weiterhin präsent gehalten wird.“

Pfarrer Herbert Ullmann, der die Arbeitsgruppe Regenbogenkirche in ihren Aktivitäten unterstützt und gemeinsam mit Ulrike Platzhoff, Gemeindereferentin am kommenden Sonntag den Segnungsgottesdienst zelebriert, dankte allen Experten für den Mut, von ihren Erfahrungen zu berichten.

Die AG Regenbogenkirche hat nun mit der Vermittlung von Hintergrundwissen für Interessierte in den beiden Foren einen wichtigen Teil dazu beigetragen, „die geschlechtliche Vielfalt als selbstverständlich anzusehen - nicht exponiert, nicht separiert, nicht anders, nicht besonders – einfach so wie es“, so fasst es unsere Sprecherin Andrea Lauer abschließend zusammen.

Mit diesem Hintergrundwissen „im Gepäck“ laden wir als Arbeitsgruppe „Regenbogenkirche für alle“ nun ALLE sich liebenden Paare zu einem Segnungsgottesdienst ein, der am kommenden Sonntag, 26. März, um 16 Uhr in der katholischen Kirche Thomas Morus in Mettmann gefeiert wird.

Andrea Lauer, AG Regenbogenkirche

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Liebe unterm Regenbogen…

Es war ein bisschen, als würden sich Himmel und Erde berühren…nicht nur in dem vom Regenbogenprojektchor gesungenen gleichnamigen Lied, nein besonders auch im „Segnungsgottesdienst für ALLE sich liebenden Paar“ erspürte man diese Verbindung!

Der Segnungsgottesdienst für ALLE sich liebende Paare“ fand am Sonntag, 26.03.2023
in der Kirche THOMAS MORUS das erste Mal statt.

Die AG „Regenbogenkirche für alle,“ welche sich nach dem Forum zur Glaubwürdigkeit in der katholischen Kirche im Febr. 2022 gegründet hatte mit dem Ziel, sich gegen Diskriminierung von Frauen und für geschlechtliche Vielfalt einzusetzen, hatte diese besondere Form des Gottesdienstes vorbereitet.

Dazu hatte es mehrerer Treffen der Teilnehmer*innen der Arbeitsgruppe bedurft, bis alle Inhalte, Handlungen, atmosphärische Hingucker und die Logistik drumherum standen. Dementsprechend groß war die Aufregung unter den Beteiligten.

Viele Paare waren der Einladung zu dem Segnungsgottesdienst gefolgt. Diese kamen nicht nur aus unserem Sendungsraum Mettmann und Wülfrath, der Segnungsgottesdienst zog auch Paare aus den Nachbarstädten Hilden und Düsseldorf an.

Jedes Paar, welches in die Kirche kam, wurde persönlich von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe begrüßt und erhielt eine individuell verzierte Segnungskerze, die die Mitglieder der Arbeitsgruppe eigens dafür selbst gestaltet hatten. Natürlich durfte der Regenbogen auf keiner Kerze fehlen😊

Ebenso wurden kleine „Liebesdinge“ als Mitgebsel überreicht, um sich auf den Gottesdienst rund um die Liebe einzustimmen. Das konnte zwei Marshmallows in Herzform, liebevoll verpackt sein, ein Luftballon mit der Aufschrift „Lieblingsmensch“ oder ein schmackhafter Tee im Beutel mit Namen „Heiße Liebe“.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Kirchenmusiker Oleg Pankratz und dem extra für die Feier zusammengestellten Projektchor, der aus Sänger*innen aus Mettmann und Wülfrath bestand. Die erste und einzige Probe für den Gottesdienst hatte am Samstag vorher stattgefunden. Schon da war die Arbeitsgruppe sprachlos, weil über 25 interessierte Sänger*innen im Chor mitsingen wollten. „Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und miteinander Singen zieht mich hierher“, erzählte eine engagierte Sopranistin.

So konnten gefühlvoll vorgetragene Liebeslieder als auch fetzige Stimmungsmacher des „Regenbogen-Projektchores“ musikalische Akzente setzten.

Natürlich zog sich das Thema „Liebe“ durch den Gottesdienst: Im Schrifttext des „Hohelieds der Liebe“ Korinther 13 und den Fürbitten. Der LGBTQ-Psalm von Monsignore Stephan Wahl spannte den Bogen zum Thema geschlechtliche Vielfalt.

Pfarrer Herbert Ullmann zitierte in seinem Predigtimpuls unter anderem ein Liebeslied
von Reinhard May, welches zu seinen persönlichen Lieblingsliedern zählt. Hier geht es darum geht, einfach nur mal „Ich liebe dich zu sagen“

Höhepunkt der Feier war jedoch die Salbung und Segnung jedes einzelnes Paares, die Gemeindereferentin Ulrike Platzhoff mit Pfarrer Herbert Ullmann durchführten.

Bis dahin war es mucksmäuschenstill in der Kirche, so gespannt und bei der Sache waren alle Beteiligten. Langsam kam Paar für Paar – auch einige Einzelpersonen oder Familien – nach vorne, um sich von Frau Platzhoff salben zu lassen.
An der Osterkerze wurde anschließend die Segnungskerze entzündet, bevor die Paare vor Pfarrer Ullmann traten, der sie mit persönlichen und individuellen Worten segnete.
„Es war sehr anrührend zu sehen, wie die sich liebenden Paare unter Gottes Segen stellen und mir standen die Tränen in den Augen‘, so ein Mitglied unserer Arbeitsgruppe.

Nach dem Gottesdienst waren alle Paare noch zum Empfang bei Sekt & Selters, Gebäck & Muffins in die Kirche eingeladen. Auch hier entwickelte sich ein angeregter Austausch untereinander, so dass die leckeren Muffins und Herz- und Friedenstauben-Kekse schnell verputzt waren.
“So etwas habe ich bisher auch noch nie in einer Kirche erlebt“, staunte eine Besucherin nicht schlecht und lobte dabei das gesellige Beisammensein aller Beteiligten.

Auch Brigitte und Andreas, die schon bei der Informationsveranstaltung interessierte Teilnehmer waren, bedankten sich für die schöne Feier.

Ein Paar, welches erst vor zwei Monaten seine goldene Hochzeit gefeiert hatte, freute sich, sich heute noch einmal segnen lassen zu können! Und ein weiteres Paar, welches vor wenigen Monaten Silberhochzeit hatte, war dabei; ebenso ließ sich ein Paar gemeinsam mit seinen zwei kleinen Kindern segnen… sowie viele weitere Paare und vereinzelt sogar Personen, die allein gekommen waren. 

Eine Dame ließ uns nach dem Gottesdienst per Email wissen:
„von ganzem Herzen möchte ich mich für diesen Gottesdienst bedanken.
Auch für mich ist Jesus Christus der Begründer und Vollender des Glaubens.
Die innere Freiheit, die ich durch diesen Zuspruch empfinde wurde mir gestern wieder einmal mehr sehr deutlich. Es war der bewegende Gleichklang von Worten und Musik und das familiäre Beisammensein mit den leckeren Schokomuffins hinterher in der Kirche!
…Danke für diesen schönen Sonntag.“

Ein Paar, welches erst vor zwei Monaten seine goldene Hochzeit gefeiert hatte, freute sich, sich heute noch einmal segnen lassen zu können!

In dem „Log-Buch“ der Arbeitsgruppe fand sich nach der Veranstaltung der Eintrag von dem Paar Jasmin & Miriam: „Danke für den schönen Gottesdienst. Macht weiter so“.
Und das wollen wir auf jeden Fall. Schon bald treffen wir uns wieder als Gruppe und besprechen, welche Aktivitäten als Nächstes dran sind.
Auf jeden Fall müssen noch die Angebote für die Regenbogenflaggen eingeholt bzw. verglichen werden, damit auch bald bei vielen Veranstaltungen die bunte Flagge an allen Kirchen in Mettmann und Wülfrath wehen kann.

Das Thema „Geschlechtliche Vielfalt und Diversität“ muss solange präsent gehalten werden, bis es einfach „kein Thema“ mehr ist, sondern selbstverständlich.
Außerdem wollen wir den Austausch suchen mit dien Pfarrgemeinden in den umliegenden Städten und schauen, ob eine Zusammenarbeit möglich ist.

Für die „Arbeitsgruppe Regenbogenkirche für alle“

Andrea Lauer, Maximilian Bröhl & Jay Niebisch

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